Jetzt spricht Pölzl: „Dürfen Überraschungen erwarten“

Nach dem aus privaten Gründen erfolgten Rückzieher von Vizebürgermeisterin Blöchl haben Paschings Sozialdemokraten zuletzt einen neuen Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl präsentiert. Im Exklusiv-Interview mit „SCHPEKK“ spricht Alois Pölzl über Motivationen, Schwerpunkte und die Kampagnenfähigkeit der örtlichen SPÖ.

Alois Pölzl hat sich zwar bereits während der laufenden Periode Paschings Sozialdemokraten angeschlossen, da er aber erst nach der letzten Gemeinderatswahl 2015 zur örtlichen SPÖ gestoßen war, kann der 60-Jährige bis zu den kommenden Wahlen keine gemeindepolitischen Funktionen wie Gemeinderat oder Vizebürgermeister ausfüllen.

Für den in Langholzfeld lebenden Kandidaten gewiss ein Nachteil, wie auch Pölzl einräumt. „Ja, mir als Person fehlen dadurch ein paar Auftrittsmöglichkeiten in der Öffentlichkeit“, so der SP-Kandidat, der aber Anfang Oktober zum Parteivorsitzenden gewählt werden soll. „Da kann ich meine Anregungen durchaus einbringen – manchmal auch mit einer neuen ´Außen´-Perspektive. Die Arbeit des Gemeinderats für ein lebenswertes Pasching wird unvermindert fortgesetzt.“

Fehlenden Bekanntheitswerten will der gebürtige Steirer ebenfalls aktiv begegnen. „Als erstes gehe ich raus zu den Paschingerinnen und Paschingern – mit vielen Ortsteil-Treffs, die ich durch möglichst zahlreiche Hausbesuche vor- und nachbereiten möchte. Und ich stelle meine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse zur Verfügung“, sagt Pölzl.

Bürgerbeteiligung mit bewährten Modellen

Besonders forcieren will der SPÖ-Kandidat das Verkehrsthema. „Mir ist besonders wichtig, dem Thema Verkehr unverminderte Aufmerksamkeit zu widmen und nicht nachzulassen, jene Maßnahmen ausfindig zu machen und umzusetzen, die auf Gemeindeebene erreichbar sind. Dabei lege ich Wert darauf, Umweltfaktoren und Nachhaltigkeit mit zu berücksichtigen“, so Pölzl, dem wichtig ist, dass sich Menschen, die der Unterstützung der Gemeinschaft besonders bedürfen, auf diese verlassen können. „Kinder und Familien, ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen, Berufstätige, Selbständige und Betriebe müssen im Gemeinderat ein offenes Ohr finden. Am meisten verspreche ich mir von einem Ausbau der Bürgerbeteiligung – dazu können wir ruhig einmal ein paar bewährte Modelle ausprobieren.“

Ausschlaggebend für seine Kandidatur war für Pölzl der Austausch mit dem Kernteam der SPÖ, der ihm das Gefühl gegeben hätte, gebraucht zu werden und zur Gestaltung der Zukunft Paschings Sinnvolles und Nützliches beitragen zu können. Die zuletzt von außen in Zweifel gezogene Kampagnenfähigkeit der örtlichen SPÖ kann Pölzl nicht bestätigen.

„In der SPÖ Pasching gab es vor einigen Jahren eine kritische Phase, die zu Veränderungen in der Gemeinderatsfraktion geführt hat. Inzwischen hat sich der Zusammenhalt neu gefunden. Das gelungene und überaus gut besuchte Waldfest 2019 war z.B. ein sichtbares Zeichen für die Arbeitsfähigkeit des Teams“, so der SP-Kandidat, der auch die rasche Reaktion auf den Rückzieher Blöchls als Beleg für die Handlungsfähigkeit der Paschinger „Roten“ sieht. Auch verspricht Pölzl: „Neue Aktionen sind in Vorbereitung und werden in den nächsten Wochen umgesetzt. Sie dürfen im kommenden Jahr noch ein paar Überraschungen erwarten.“

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Foto Pölzl: photoimaging Lukas Erhart

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