Linz und Land OÖ wehren sich gegen “obskure” Ampel

Gleich am ersten Tag sorgt die neue “Corona-Ampel” der Bundesregierung für viele Diskussionen und reichlich Unverständnis. Vor allem die Kategorisierung der Stadt Linz mit der Farbe “gelb” löste eine Welle der Kritik aus.

Vor einer Woche, am 27. August, erfolgte die erste Probeschaltung der sogenannten Corona-Ampel. Seither haben sich die Zahlen in ganz Oberösterreich verbessert, auch in der Landeshauptstadt. Gab es im 7-Tagesvergleich mit Stand 27. August 55 Neuinfektionen in Linz, so lag dieser Wert gestern (3. September) bei 42. Ein ähnliches Bild zeigt auch der 7-Tageindex bei den Neuinfektionen in Linz: 26,73 am 27. August zu 20,42 am 3. September.

Umso unverständlicher ist für Landeshauptmann Thomas Stelzer die gestrige Entscheidung der Corona-Ampel-Kommission, Linz auf „gelb“ zu schalten. „Ich habe stets die Einführung der Corona-Ampel befürwortet, damit österreichweit ein einheitliches Vorgehen möglich wird. Aber wenn die Politik und Verwaltung Maßnahmen setzen, müssen sie sich immer die Frage stellen, ob diese Maßnahmen für die Menschen nachvollziehbar und verständlich sind. In diesem Fall und bei dieser Entwicklung in Linz, ist das eindeutig zu verneinen“, ortet der Landeshauptmann einen klassischen Fehlstart der Corona-Ampel.

Auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) stellt der Corona-Ampel ein negatives Zeugnis aus. Er kündigte an, die verschärften Maßnahmen aktuell nicht umzusetzen. Das Linzer Stadtoberhaupt sprach wörtlich von einem “obskuren Ampelkonstrukt”.

Foto: Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code