Linzer Eishockey-Streit wird immer bizarrer

Der wochenlange Machtkampf zwischen Black-Wings-Präsident Peter Freunschlag und Christian Perthaler, der mit der Kündigung des langjährigen Managers und dem Austritt der drei Vizepräsidenten des Vereins geendet hatte, war nur der Beginn einer im Sport einzigartigen Selbstdemontage. Nach der Gründung eines neuen Vereins könnten nun zwei Linzer Eishockey-Klubs in Österreichs höchster Liga auftreten, zudem tauchten Vorwürfe gegen Freunschlag auf.

Der heutige Donnerstag scheint die Posse um den EHC Black Wings um gleich zwei weitere Kapitel zu bereichern. So berichten die “OÖN” über der Zeitung vorliegende Papiere, die steuerrechtliche Unregelmäßigkeiten bei Oberösterreichs einstigem Eishockey-Aushängeschild nahelegen würden. So liegt der Tageszeitung ein Beleg über eine beim Verkauf von Frankfurter und Semmel ausgewiesene Umsatzsteuer von 0 % vor. Auch wird den Linzern in den Dokumenten vorgeworfen, Saisonkarten im Wert von fast 250.000 Euro bar verkauft zu haben. Präsident Peter Freunschlag bestreitet die Vorwürfe.

Der “Krone” gegenüber betonte Freunschlag unterdessen, über ein neues Übereinkommen zur Nutzung der Halle, aus der man vor wenigen Wochen geflogen war, zu verhandeln. Der Liga-Vorsitzende Christian Feichtinger bestätigte der “Krone”, man sei informiert worden, dass die Black Wings alle Auflagen erfüllen würden, aber ein zweiter Profi-Klub in die Halle einziehen wolle. So könnte am Ende theoretisch der Fall eintreten, dass Eishockey-Linz die kommende EBEL-Saison mit zwei Teams beschickt. Ob diese Lösung wirtschaftlich tragfähig ist, sei dahingestellt. In Linz scheint man den Konflikt tatsächlich bis ans bittere Ende ausfechten zu wollen.

Foto: Ailura

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