Luger prescht bei SPÖ-Modernisierung vor

Was die internen Abläufe und Strukturen betrifft, kann die SPÖ wohl getrost als konservative Partei eingestuft werden. Rufe nach einer Öffnung und Modernisierung der Partei gibt es schon lange, geplante Reformen wurden auf Bundesebene aber immer wieder verschoben. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, in der Vergangenheit nicht immer auf Parteilinie, geht nun voran.

Die Linzer Sozialdemokraten halten trotz zwischenzeitlicher COVID-bedingter Verschiebung an ihrem Plan, Bezirksparteivorsitz und Bürgermeisterkandidat per Direktwahl aller Mitglieder zu bestimmen, fest. Die diesbezüglichen Abstimmungen sowie ein Votum zu sechs weiteren Fragen sollen nun im September stattfinden. Ergebnisse will man bei der Bezirkskonferenz am 6. Oktober verkünden. Ebenfalls gewählt werden soll der Linzer Spitzenkandidat für die Landtagswahl.

Dass Bürgermeister Klaus Luger, der von einem „Vorzeigeprojekt“ spricht, die Wahl zum Bürgermeister-Kandidat als Sieger beenden wird, gilt als gewiss. Auch wenn damit vieles auf einen Formalakt hinausläuft, ist es der Linzer SPÖ insgesamt gelungen, ein zartes Pflänzchen innerparteilicher Demokratisierung entstehen zu lassen. Ganz ohne (zumindest minimale) Öffnung der Bundespartei, die sich seit einem kurzen Aufflackern unter der Führung Kerns wieder wie der gewohnt strukturkonservative Moloch präsentiert, werden es aber auch die Linzer „Genossen“ auf Dauer schwer haben, eine moderne Partei zu suggerieren.

Foto (Archiv): Stadt Linz

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