Causa Freinberg: Aloisianum plant Mini-Reaktor

Nach der massiven Kritik an der geplanten Umwidmung des Grünzugs am Freinberg ist man beim projektbetreibenden Kollegium Aloisianum um eine Entspannung der aufgeheizten Situation bemüht.

LINZ. Unter dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ will das Linzer Aloisianum mit einer Informationsoffensive Kritiker der geplanten Umwidmung rund um den Minigolfplatz besänftigen. Das Kollegium war zuletzt aufgrund von Plänen einer Umwidmung des Freinberger Grüngürtels im Zuge eines angeblichen Wohnprojekts stark in die Kritik geraten. „Anders als von der Bürgerinitiative sowie einigen Oppositionspolitikern behauptet, streben wir am Freinberg definitiv nicht den Bau von Luxuswohnungen an!“, teilt die Schule in einer aktuellen Presseaussendung mit.

Stattdessen wurde im Hintergrund offenbar schon seit vielen Jahren im Detail an einem neuen Atomprojekt gefeilt. „Wir dürfen nun bekanntgeben, dass das gesamte Areal des Freinbergs im Rahmen eines Pilotprojekts mittel- bis langfristig zu einer modernen Atomgewinnungsanlage umfunktioniert werden soll!“, wird der Trägervorstand der Linzer Privatschule weiter zitiert. Vorerst soll laut den Projektbetreibern jedoch versuchsweise nur ein Minireaktor entstehen. „Das haben wir der Stadtpolitik so zugesichert!“.

Eine SCHPEKK-Nachfrage, ob dieses Unterfangen nicht gefährlich sei, beantworteten die Vertreter des Aloisianum-Trägervereinsvorstands wie folgt: „Man übersieht in der populistisch geführten Anti-Atom-Debatte oft die Vorteile von Atomkraft. Die Flächenleistungsdichte ist hier bei geringem Platzbedarf höher als bei sämtlichen anderen Formen der Energiegewinnung. Auch bleiben alle Abfallprodukte, die im Zuge des Energieerzeugungsprozesses anfallen, im Reaktor eingeschlossen. So wird etwa kein Kohlendioxid freigesetzt!“. Landschaftlich würden sich die Mini-Reaktoren unauffälliger einfügen als ein Bauprojekt. Die Container werden bereits erfolgreich für Atomtransporte in Deutschland eingesetzt.

Auch das Linzer Rathaus sieht das Projekt offenbar unkritisch. „Wir haben uns intensiv und genauestens mit den Absichten des Kollegiums auseinandergesetzt und konnten am konkreten Vorschlag nichts Verwerfliches feststellen. Erkundigungen bei Experten haben zudem ergeben, dass aufgrund der typischen Ostwindlage sowie der prominenten Topographie des Freinbergs die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Linz nicht einmal von einem möglichen Fallout betroffen wären!“, strahlt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) über das ganze Gesicht.

Protest kommt hingegen vor allem aus einer der nahegelegenen Gemeinden. „Die Namensmarke Luftenberg wäre mit einem niedergehenden radioaktiven Niederschlag definitiv nachhaltig beschädigt!“, sagt Bürgermeisterin Prandner in einer ersten Stellungnahme.

Die Linzerinnen und Linzer wären von einem potenziellen Fall-out nicht betoffen!

Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ)

Beitrag ist Satire!

Collage:
Foto Freinbergstraße: Yolo
Foto Castor: KaiMartin
Foto Schild: Maxxl2

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