Öfferlbauer: “Schon jetzt große Euphorie spürbar!”

Mit seiner Ankündigung, bei der Bürgermeisterwahl anzutreten, hat der junge Paschinger Peter Öfferlbauer für großes Interesse gesorgt. Im Rahmen unserer Kandidaten-Reihe haben wir nach den Vertretern von SPÖ und ÖVP nun mit dem unabhängigen Juristen und Unternehmer gesprochen.

SCHPEKK: Sie haben im August Ihre Kandidatur als unabhängiger Bürgermeister-Kandidat verkündet. Wie haben Sie die Reaktionen darauf erlebt?

Peter Öfferlbauer: Die Rückmeldungen sind so gewaltig, dass es mich überrascht hat, es ist schon jetzt eine große Euphorie spürbar. Mich haben viele Mitbürgerinnen und Mitbürger angesprochen, teilweise haben mich Leute angerufen, die ich zuvor nur vom Hörensagen gekannt hatte. Nun gilt es, diesen Schwung mitzunehmen und auf unsere Themen aufmerksam zu machen, vorrangig aber konsequent weiter zu arbeiten.

SCHPEKK: Die angesprochenen Themen haben Sie mit Jugend und dem Erhalt der ländlichen Prägung festgelegt?

Peter Öfferlbauer: Unter anderem, ja! Ich denke, dass wir im Bereich Jugend mit dem Mammutprojekt „SV Pasching 16“ und dem Funcourt für eine Oppositionskraft schon einiges bewerkstelligen konnten. Nun gilt es, den nächsten Schritt zu machen. Viel Aufholbedarf sehe ich in diesem Zusammenhang vor allem bei leistbarem Wohnen für junge Leute und generell bei Verwaltungsvereinfachungen für alle Paschinger Bürgerinnen und Bürger, bei denen auch die Digitalisierung stark hereinspielt. Auch wollen wir weiterhin ein Gegengewicht zum Wohnbau-Wahnsinn in unserer Gemeinde sein. Alleine durch unsere Kandidatur konnte ich hier schon ein leichtes Umdenken erkennen.

SCHPEKK: Wie kommt man eigentlich auf die verrückte Idee, einen echten Fußballverein zu gründen?

Peter Öfferlbauer: Hier muss das gesamte damalige Projektteam in den Vordergrund gerückt werden. Wie alle anderen Paschinger Vereinsfunktionärinnen und -Funktionäre leisten auch jene des SV Pasching 16 eine unfassbar wichtige Arbeit für unser aller Gemeinwohl. Ohne meine Mitstreiter hätte ich dieses Projekt im Jahr 2016 nicht auf Schiene bringen können. Auch führen sie dieses seit der planmäßigen Übergabe hervorragend weiter. Wir haben den Verein gegründet, um das schon seit dem damaligen Höhenflug des FC Superfund herrschende Problem, dass Paschinger Kinder und Jugendliche zum Fußballspielen nach Traun, Leonding, Oftering und Co fahren müssen, bei der Wurzel zu packen. Dass nun mit einer U14 eine fünfte Mannschaft hinzugekommen ist, zeigt, dass beim Verein eine super Arbeit geleistet wird.

“Wir sollten uns alle nicht so wichtig nehmen!”

SCHPEKK: Sie haben in einem Video auf Ihrer Facebookseite “Öfferlbauer – unabhängig für Pasching” gesagt, dass Sie „anders“ agieren wollen, auch die Leute nach der Kirche nicht fragen werden, wie ihnen ihre Knödel geschmeckt haben. Wie meinen Sie das?

Peter Öfferlbauer: In Wahrheit geht es um ein neues, ehrliches und geradliniges Miteinander, nennen wir es „Fairplay“. In diesem Bereich wollen wir vorangehen. Ich bin der Meinung, dass Streitereien und politische Sticheleien in einer Gemeinde nichts verloren haben. Auch sollten wir uns nicht immer so wichtig nehmen. Ich bin auch der Ansicht, dass Gemeindepolitiker in neutralen Einrichtungen wie Jugendzentren, Schulen und Kindergärten zu werblichen Zwecken nichts verloren haben. Wir zeigen aber auch hier nicht mit dem Finger auf andere, sondern wollen selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Vielleicht können wir damit ja einen neuen Weg aufzeigen, der irgendwann einmal in Zukunft auch von allen anderen mitgetragen wird.

SCHPEKK: Wird die Bürgermeisterwahl am Ende, wie manche meinen, auf ein Duell zwischen dem großen Favoriten Markus Hofko und Ihnen hinauslaufen?

Peter Öfferlbauer: Ich denke, dass wir gut beraten sind, nicht zu sehr in Euphorie zu verfallen. Zunächst muss ich schon einmal betonen, dass bis zur Wahl noch ein Jahr Zeit ist und sowohl Markus als auch ich unsere Arbeit in der laufenden Periode ordentlich zu Ende bringen wollen. Es gibt in diesem Jahr bis zur Wahl schließlich noch genug zu tun. Danach werden mein Team und ich sicher bereit sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich, wenn es eine Stichwahl gibt, Bürgermeister werde. Das Wichtigste ist, dass wir die große Chance ergreifen, die politische Kultur in der Gemeinde positiv zu ändern.

SCHPEKK: Welche Art von Wahlkampf werden Sie führen?

Peter Öfferlbauer: Die beste Art von Wahlkampf wird es sein, bis zur Wahl hart weiter zu arbeiten. Aber um auf Ihre Frage zu antworten: Wir werden einen sehr sparsamen und effizienten Wahlkampf führen, schon alleine deshalb, weil ich diesen mangels Parteizugehörigkeit zu 100 Prozent aus meiner eigenen Tasche zu bezahlen habe. Es wird dafür kein einziger Cent an Steuergeld verwendet. Als Pressefoto verwende ich daher ein Foto von meiner Hochzeit (lacht).

SCHPEKK: Wie geht es Ihnen mit der Suche nach Kandidaten für Ihre Bürgerliste?

Peter Öfferlbauer: Hier läuft alles nach Plan, ich habe bereits mit ein paar Paschingerinnen und Paschingern gesprochen, die mich mit ihrer Listenkandidatur unterstützen werden, und werde noch viele weitere Gespräche führen. Bei uns kann sich generell jeder einbringen, wir sind weiterhin offen für neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter, bei uns kann man ohne Parteizugehörigkeit und auch ohne Fraktionszwang mitgestalten. Es wird bei uns keine Verpflichtung, mit „ja“ oder „nein“ abzustimmen, geben. Jeder, der bei uns mitmacht, ist mündig genug, nach eigenem Ermessen über Themen, die unsere Gemeinde betreffen, abzustimmen. Wenn wir nicht anders wären, bräuchten wir gar nicht erst anzutreten.

Foto: Friedl

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