Pasching: Debatte um 16.000 Euro “Corona”-Essensgutscheine für Senioren

Da der diesjährige Seniorenfrühschoppen als Veranstaltung nicht durchgeführt werden kann, verteilt die Gemeinde an alle in Pasching wohnhaften Senioren jeweils € 15,– an Essensgutscheinen. Für die Liste BÖHM zu wenig, der unabhängige Gemeinderat Öfferlbauer hingegen pocht auf Entschädigung auch von jungen Menschen.

Insgesamt leben in Pasching etwa 1.050 Menschen mit Jahrgang 1950 oder älter. Genau diese Bevölkerungsgruppe soll aufgrund der COVID-bedingten Absage einer Veranstaltung – nämlich des Seniorenfrühschoppens 2020 – nun mit insgesamt € 15.750,– finanziell entschädigt werden.

Für Altbürgermeister Fritz Böhm, der mit seiner gleichnamigen Liste vier Gemeinderatsmandate hält, ist dies zu wenig. Er plädierte in der Gemeinderatssitzung für eine weitere Erhöhung um € 5,– pro Person, damit auch ein Getränk möglich sei. Der unabhängige Gemeinderat Peter Öfferlbauer nahm die Begünstigung für Senioren zum Anlass, auch Entschädigungen für junge Menschen, etwa über eine höhere Förderung von Vereinen, die in Pasching Kinder- und Jugendarbeit betrieben, zu fördern. Daraufhin wurde in erster Instanz eine Förderungsnachzahlungsoption für den SV Pasching 16, dessen Antrag unter demselben Tagesordnungspunkt behandelt worden war, für Herbst avisiert.

“Es ist richtig, dass unsere ältere und für die Parteien aufgrund ihrer Anzahl natürlich wahlentscheidende Bevölkerungsgruppe durch den Ausfall des Seniorenfrühschoppens um eine kostenlose Verpflegung gefallen wäre, man sollte aber nicht vergessen, dass auch andere Bevölkerungsgruppen unserer Gemeinde Einbußen bei Veranstaltungen hinnehmen mussten. Ganz zu schweigen von den vielen Paschingerinnen und Paschingern, die in Kurzarbeit gehen mussten”, so der 29-Jährige.

Foto: SCHPEKK-Redaktion Pasching

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