Streikende Klassenzimmer geplant

„Endlich steht diese Generation auf!“, meinen Befürworter, Kritiker werfen der Jugend wiederum Schulschwänzerei vor. Die weltweite Aktion „Fridays for Future“, welche zuletzt auch in Linz eindrucksvoll auf Touren gekommen ist, polarisiert.

Immer wieder wird die viel zitierte „heutige Jugend“ wenig schmeichelhaft als „Generation Y“ oder „Generation Smartphone“ bezeichnet. Mit der von Gründerin Greta Thunberg inspirierten Schüler- und Studentenbewegung tritt eine vielfach als unpolitisch abqualifizierte Generation aus dem Schatten vieler Vorurteile. Viele Menschen, darunter auch der Bundespräsident, zollen dieser Bewegung Respekt und haben Verständnis für deren Anliegen.

Für den kommenden Freitag rufen die Veranstalter das Motto „streikendes Klassenzimmer“ aus. Mit dem Klimasprecher von Global2000 wurde dafür eigens ein Speaker organisiert. Weiters empfehlen die Veranstalter die Mitnahme von Tee und Picknickdecken.

„Fridays for Future“ setzt sich für den Klimaschutz ein und beansprucht damit grundsätzlich ein gutes Recht. Zu sehr wurde und wird dieser von der Weltgemeinschaft in grob fahrlässiger Art und Weise mit Füßen getreten. Als Streiktag hat die Jugendbewegung den Freitag, während der Unterichtszeit, auserkoren. Genau dieser Umstand sorgt für die wohl auch beabsichtigte Polarisierung. Kritiker werfen dieser mittlerweile groß gewordenen Gruppierung abwertend eine Tendenz zum Schulschwänzen vor. Ein gefundenes Fressen war in diesem Zusammenhang auch die große Menge an gleichfalls klimafeindlichem Müll, die letzten Freitag während des ersten „Friday for Future“ hinterlassen wurde.

Um der Gruppierung im gesamten daraus einen Strick zu drehen, sind deren Ziele jedoch letztlich zu redlich. Vielen Jugendlichen ist die Welt von morgen ein berechtigtes Anliegen. Man darf gespannt sein, mit wieviel Ausdauer diese Bewegung gesegnet ist und in welche Richtung sich die Debatte im Hinblick auf wöchentliche Fehlzeiten in der Schule entwickeln wird. Das letzte Kapitel von „Fridays for Future“ ist jedenfalls noch nicht geschrieben.

Foto: Andol CC BY-SA; Montage

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