“Unehrliches Spiel!” – Leondings Bürgermeisterin schießt gegen Regierung und ÖBB

Die Stadtgemeinde Leonding musste über einen Zeitungsbericht erfahren, dass die Einhausungsvariante zum umstrittenen Westbahn-Ausbau vom Verkehrsministerium abgelehnt worden war. Das verkündet die Stadt in einer aktuellen Aussendung.

Demnach habe man seitens der Regierungs-Vertreter zuvor nicht mit Oberösterreichs viertgrößter Stadt gesprochen, wie diese in der Aussendung zitiert wird. “Ohne mit uns gesprochen zu haben, obwohl wir seit einem Jahr einen Termin dazu einfordern”, so Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek, die auch an den ÖBB kein gutes Haar lässt, gar von einem “unehrlichen Spiel” spricht.

“Durch ständige Neuwahlen auf Bundesebene interessiert sich seit drei Jahren niemand ernsthaft im Ministerium für das Leondinger Anliegen”, poltert die Ortschefin weiter. Für Montag wurde nun eine Abstimmung aller Fraktionen des Leondinger Gemeinderats anberaumt. Dieser Termin soll der Koordinierung weiterer Schritte dienen.

Noch keine Antwort aus Ministerium

Die Stadtgemeinde kämpft schon seit längerem für eine Einhausung des durch Leonding verlaufenden Teils der Bahnstrecke. Diese würde unter anderem Vorteile hinsichtlich Lärmschutz bringen. Eine SCHPEKK-Anfrage an die Presseabteilung des Verkehrsministeriums, ob die Behauptung, die Stadtgemeinde Leonding habe aus der Zeitung von der Ablehnung der Einhausung erfahren, stimme, blieb bis dato unbeantwortet.

Foto: Derflinger

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