Verzögerungen bei Hochwasser-Schutz am Haselgraben

Das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt am Haselgraben soll Verbesserungen für Anrainer und Ökosystem bringen. Durch die Corona-Krise haben sich die von der Stadt Linz betreuten Arbeiten verzögert, mit den ersten Auswirkungen der bereits fertiggestellten Abschnitte ist man allerdings zufrieden.

Im Stadtgebiet von Linz laufen seit dem Sommer 2019 am Haselgraben in Urfahr zwei weitere Bauabschnitte des Revitalisierungsprojektes, das sowohl den Hochwasserschutz als auch die Lebensverhältnisse von Fischen und anderen Wasserlebewesen verbessern soll.

Die aktuellen Arbeiten der Wildbach- und Lawinenverbauung haben sich durch Corona verzögert und dauern nun voraussichtlich bis ins Frühjahr 2021. Danach verlagern sich die Bauarbeiten wieder auf die weiteren beteiligten Gemeinden. Mit dem letzten Teilabschnitt zwischen der Marienberg-Straßenbrücke und der Wäscherei Eder (Länge: zirka 560 Meter) wird nach den derzeitigen Planungen der Wildbach- und Lawinenverbauung voraussichtlich 2023 begonnen.

Gemeindeübergreifendes Projekt

Der erste Bauabschnitt dieses gemeindeübergreifenden Projekts wurde im Bereich zwischen der Freistädter Straße und der Dornacher Straße mit einer Länge von zirka einem Kilometer bereits 2017 abgeschlossen. Seit 2019 laufen nun wieder Baumaßnahmen in Linz. Die Stadt zeigt sich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden, lobt die positiven Auswirkungen auf die Anrainer und die Lebewesen im Bach. So würden ökologisch gestaltete Erlebniszonen entstehen.

Die voraussichtlichen Baukosten für die gesamten Revitalisierungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen am Haselgraben werden mit zirka sechs Millionen Euro beziffert, wobei in Linz etwa vier Millionen Euro investiert werden. Die Stadt Linz beteiligt sich mit 11,5 Prozent an diesem Betrag. Weitere Finanzierungspartner sind der Bund mit 59,5 Prozent, das Land Oberösterreich sowie die ebenfalls am Haselgraben gelegenen Gemeinden Altenberg, Lichtenberg, Kirchschlag und Hellmonsödt. Der Haselgraben mit einer Gesamtlänge von etwa 12 Kilometern fließt knapp 6,4 Kilometer von der Speichmühle bis zur Einmündung in das Urfahrer Sammelgerinne durch das Linzer Stadtgebiet.

Foto: Stadt Linz

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